Praktische Beispiele aus Hotellerie und Gastronomie

Die Rubrik Praktische Beispiele dient zur Demonstration von besonders interessanten und klimafreundlichen Best-Practice-Beispielen. Hier werden Betriebe, Städte und Gemeinden vorgestellt, die Energieeffizienzmaßnahmen umgesetzt haben und ihre Erfahrungen mit anderen Alpenbewohnern teilen möchten.

Cyprianerhof Dolomit Resort, Südtirol (IT)

Hotel Berwanger Hof (DE)

Schlosshotel Thannegg (AT)

Hotel & Spa des Gorges du Verdon (FR)

Wander-Hotel Drumlerhof, Südtirol (IT)

Bio-Hotel Eggensberger, Bayern (DE)

Berghotel Rehlegg, Bayern (DE)

Bohinj Park ECO Hotel, Slowenien (SL)

Stadt Zagorje (SL)

Gemeinde Ajdovščina – Anpassung an den Klimawandel (SL)

Sustainable Alpine Tourism: Tolmin – Alpine Town of the year 2016 (SL)

Sustainable Alpine Tourism: Idrija – Alpenstadt 2011 (SL)

Nachhaltiger Alpentourismus: Lecco – Alpenstadt des Jahres 2013 (IT)

Chamonix Mont-Blanc – Alpenstadt 2015 (FR)

Stadt am See: Annecy – Alpenstadt des Jahres 2012 (FR)


Cyprianerhof Dolomit Resort

Für die Hoteliers Margareth und Martin Damian, die den Cyprianerhof in zweiter Generation führen, besitzt die Nachhaltigkeit ihres Betriebs einen großen Stellenwert. Bereits 1988 erlangte das Wander- und Wellnesshotel das Südtiroler Umweltzeichen und verbesserte seine Umweltbilanz seitdem stetig. Die Heizung wurde auf eine umweltfreundliche Holzhackschnitzelanlage umgestellt, die Lüftungsanlage mit Technik zur Wärmerückgewinnung versehen und eine Elektrotankstelle auf dem Parkplatz installiert. Das Haus zählt zu Recht zu den „Alpine Pearls Hotels“, die für Klimaschutz, Nachhaltigkeit und sanfte Mobilität stehen.

Das Nachhaltigkeitskonzept des Cyprianerhofs, welcher inmitten des UNESCO-Weltnaturerbes der Dolomiten liegt, umfasst nicht nur technische Maßnahmen. So richtet sich die Unternehmensführung nach dem Prinzip der „Gemeinwohlökonomie“. In deren Fokus stehen umweltbewusstes Wirtschaften, die Verwendung regionaler Produkte und eine faire Beschäftigungspolitik. Der Einklang mit der natürlichen Umgebung wird hier ebenso gepflegt wie die Zusammenarbeit mit Bauern aus der Region.

Für den Praxisleitfaden „Energiemanagement in Alpenhotels“ (2017) begleitete adelphi den Cyprianerhof bei der Einführung eines systematischen Energiemanagements. Hier können Sie den Leitfaden kostenlos herunterladen.

Weitere Informationen zur Nachhaltigkeit im Cyprianerhof: http://www.cyprianerhof.com/de/naturhotel-in-s%C3%BCdtirol/91-0.html


Hotel Berwanger Hof

Das familiengeführte Hotel im Allgäu verfügt über eine Kombination aus autarker Stromversorgung und Energieoptimierung. Der Berwanger Hof bezieht seinen Strom größtenteils durch das hauseigene Blockheizkraftwerk (BHKW) und ist damit nahezu unabhängig von der externen Stromversorgung. Die bei der Stromerzeugung des BHKW anfallende Wärme dient zur Erhitzung des Wassers für Heizung, Bad, Küchen und Swimming Pool. Anschließend wird das Wasser mithilfe eines Wärmetauschers zur Kühlung des BHKW genutzt – eine optimale Ausbeute der zugeführten Energie.

Und damit nicht genug: Eine Energieoptimierungsanlage verteilt den produzierten Strom auf „intelligente“ Weise und vermeidet so einen Großteil der normalerweise anfallenden Spitzenlasten. Dank dieser Verteilung deckt der selbst erzeugte Strom in der Regel rund um die Uhr den Bedarf. Falls der Verbrauch zeitweise doch einmal höher sein sollte, kann Strom aus dem öffentlichen Netz bezogen werden. Ansonsten wird der nicht benötigte Strom ins Netz gespeist. Einmal wöchentlich bietet der Berwanger Hof seinen Gästen die Möglichkeit, einen Einblick in dieses ausgeklügelte System zu erlangen. Dabei werden auch weitere Aspekte des betrieblichen Umweltmanagements erläutert.

Weitere Informationen zur Nachhaltigkeit im Berwanger Hof: http://www.berwangerhof.de/wellness-hotel-allgaeu/energie-umwelt.html


Schlosshotel Thannegg

Das denkmalgeschützte Schloss Thannegg in der Steiermark ist eines der umweltfreundlichsten Hotels in Österreich. Dementsprechend wurde es mit zahlreichen Umweltzertifizierungen und Preisen sowie bereits zum dritten Mal in Folge mit dem renommierten Holidaycheck Award ausgezeichnet. Es scheint ein klarer Zusammenhang zwischen der Beliebtheit des Hotels und dem Nachhaltigkeitsengagement, vor allem im Energiebereich, zu bestehen. Ernst Schrempf, der das Hotel gemeinsam mit seiner Familie betreibt, unterstreicht: „Wer einmal mit dem Thema Energieeffizienz begonnen hat und dabei die Anerkennung der Gäste spürt, ist bestrebt, daran weiter zu arbeiten.“*

Hinzu kommt der Kostenvorteil für den Betrieb. Denn durch technische Maßnahmen und geschicktes Energiemanagement konnten die Energiekosten des Schlosshotels bereits um zwei Drittel gesenkt werden. Der Energiebedarf liegt laut Schrempf bei etwa 30% dessen, was vier-Sterne-Hotels vergleichbarer Größe im Schnitt verbrauchen. Dazu tragen beispielsweise die Wärmerückgewinnung aus „Grauwasser“ und Kühlanlagen bei. Die Beheizung des Gebäudes erfolgt durch eine mit selbst erzeugtem Ökostrom betriebene Grundwasserwärmepumpe. Weitere Details hierzu und zur Nachhaltigkeit im Schlosshotel finden Sie unter: https://www.schloss-thannegg.at/de/urlaubsschloss/oekohotel.php

*Zitat von Ernst Schrempf von http://www.sciam-online.at/japanische-universitaet-studiert-das-erfolgreiche-oeko-tourismus-konzept-des-schlosshotels-thannegg/


Hotel & Spa des Gorges du Verdon

Der familiengeführte vier-Sterne-Betrieb im malerischen Naturpark Verdon in Südfrankreich ist ein eindeutiger Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit. Als einer von vierzehn europäischen Vorzeigeunternehmen im Gastgewerbe nahm das Hotel am EU Projekt „Nearly Zero Energy Hotels“ (neZEH) zur energetischen Gebäudeoptimierung teil, wodurch der Strom- und Gasverbrauch deutlich gesenkt werden konnte. Auch der kürzlich hinzugekommene Spa-Bereich ist rundum mit energieeffizienter Technik ausgestattet. Die Besitzer Hélène und Jean-Michel Bogliorio engagieren sich seit über 30 Jahren im Sinne der Umwelt, unterstützen zudem ein soziales Projekt in einer Nachbargemeinde und möchten Maßstäbe im Bereich der Nachhaltigkeit setzen. Dafür wurde das Hotel bereits unter anderem mit dem EU-Umweltzeichen und dem Green Key Label (Clef Verte) ausgezeichnet.

Weitere Informationen auf: http://www.hotel-des-gorges-du-verdon.fr/de/


Wander-Hotel Drumlerhof, Südtirol

Das Wander-Hotel Drumlerhof demonstriert als Good Practice Beispiel, wie die Ziele der Südtiroler Initiative Green Mobility in einem Hotelbetrieb in die Praxis umgesetzt werden können. Das Hotel zeichnet sich durch ein ethisches Beschaffungsmanagement, eine ganzheitliche Küche, den sparsamen Umgang mit Verbrauchsmaterial und eine ökologische Baubiologie aus. Das Unternehmen wirtschaftet im Sinne der Netzwerk-Initiative „Gemeinwohl-Ökonomie“.

Weitere Informationen zum Hotel Drumlerhof finden Sie hier.

Ansprechpartner:

Name: Stefan Fauster

Adresse: Rathausplatz 6, 39032 Sand in Taufers, Italien

Telefonnr.: +39 0474 678 068

E-Mail: info@drumlerhof.com


Bio-Hotel Eggensberger, Bayern

Das Bio-Hotel Eggensberger im Allgäu berichtete von den Praxiserfahrungen und Erfolgen, die während des Netzwerks gesammelt wurden. Beispielsweise erzeugt das hauseigene BHKW Strom und Wärme aus Biogas, das in 40 km Entfernung aus landwirtschaftlichen Abfällen und Speiseresten gewonnen wird. Besonders wichtig ist für das Hotel Eggensberger der Fakt, dass das bereits erlangte Know-how an Kollegen aus der Hotellerie weitergegeben wird, um den Lerneffekt innerhalb der Branche zu erweitern.

Weitere Informationen zum Bio-Hotel Eggensberger unter: http://www.eggensberger.de/

Ansprechpartner:

Name: Heike und Andreas Eggensberger

Adresse: Enzensbergstraße 5, 87629 Füssen/Hopfen am See, Deutschland

Telefonnr.: +49 8362 91030

E-Mail: info@eggensberger.de


Berghotel Rehlegg, Bayern

Das Berghotel Rehelgg liegt am Nationalpark Berchtesgaden und mitten in der Biosphärenregion Berchtesgadener Land. Der Betrieb hat sich dazu entschieden, das Thema Nachhaltigkeit in den Fokus zu rücken und Verantwortung zu übernehmen. Der Energieversorgung im Hotel ist aus diesem Grund sehr effizient und der Verbrauch so gering wie möglich gehalten. Mit Solarthermie-Anlagen auf dem Hoteldach werden die Bäder und ein Teil des Warmwasserbedarfs erhitzt. Zusätzlich wurden Photovoltaik-Anlagen und ein Blockheizkraftwerk installiert. Die Umstellung auf energiesparsame LED-Beleuchtung und die Bereitstellung von Stromtankstellen für Elektroautos und E-Bikes sind weitere Maßnahmen, die das Berghotel Rehlegg im Sinne der Umwelt durchgeführt hat. Seine Lebensmittel bezieht das Hotel ausschließlich von regionalen Partnern und Lieferanten, bezieht Fleisch und Fisch nur aus artgerechter Haltung und züchtet einen Teil der Schweine sogar selbst. Im August 2015 wurde das Berghotel Rehlegg für seine Klimaschutzmaßnahmen und seinen energieeffizienten Gebäudebetrieb von viabono als klimaneutrales Hotel zertifiziert.

Weitere Informationen zum Berghotel Rehlegg unter: http://www.rehlegg.de/

Weitere Informationen zum viabono Klima-Hotel hier: LINK zu viabono-Beitrag

Ansprechpartner:

Name: Johannes Lichtmannegger

Adresse: Holzengasse 16-18, 83486 Ramsau, Deutschland

Telefonnr.: +49 8657 988 40

E-Mail: info@rehlegg.de


Bohinj Park ECO Hotel 

Die Hotelanlage Bohinj Park ECO Hotel hat eine Ausrichtung auf Nachhaltigkeit vorgenommen, bei der Umweltschutzanliegen und betriebswirtschaftliche Interessen in Einklang gebracht wurden. Dies spiegelt sich eindrucksvoll in der Energieversorgung und Wasseraufbereitung wider. Im Winter wird die Wärme durch geothermische Energie gewonnen und durch Bodenheizungen weitergegeben. Im Sommer hingegen bedient man sich einer ausgeklügelten Kaltwasserversorgung, um das Gebäude auf annehmbare Temperaturen zu kühlen. Das abgekühlte geothermische Wasser wird anschließend für sanitäres Abwasser verwendet. Das Wassermanagement des Hotels achtet zudem darauf, Abwasser aus beispielsweise Duschen und Waschbecken abzukühlen, bevor es dem natürlichen Wasserkreislauf zugeführt wird. Durch diese sowie weitere Maßnahmen ergibt sich ein deutliches Einsparpotential bei den Treibhausgasen; so werden bei der Wärmeerzeugung im Vergleich zu Heizöl oder Strom 56% weniger Treibhausgasemissionen erzeugt. In Anerkennung der Erfolge im Bereich der Nachhaltigkeit hat Bohinij Park ECO Hotel zahlreiche Auszeichnungen erhalten, beispielweise „Slovenia Green“ 2009, welches grüne Geschäftsmodelle im slowenischen Tourismus auszeichnet und das internationale „Green Globe“ Zertifikat 2010, mit welchem nachhaltig operierende Unternehmen in der Tourismusbranche geehrt werden.

Weitere Informationen zum Projekt Bohinj Park ECO Hotel unter: www.bohinj-park-hotel.si

Ansprechpartner:

Institution: Bohinj Park ECO Hotel
Adresse: MPM Engineering doo, Triglav cesta 17, 4264 Bohinjska Bistrica, Slowenien

Telefonnr.: +08 200 4000 
E-mail: info@bohinj-park-hotel.si


Stadt Zagorje

Die Stadt Zagorje steht beispielhaft für kommunale Verantwortung und Eigeninitiative in Zeiten des Klimawandels und zunehmender Umweltauswirkungen. Sie hat dabei durch die Renovierung und Wärmedämmung von ungefähr 400 Wohnungen und Häusern den Energieverbrauch von 2.457 MWh pro Jahr auf rund 1.400 MWh pro Jahr fast halbiert. Weitere Maßnahmen der Energieeffizienz und der Förderung erneuerbarer Energien beinhalten das Ersetzen von alten Glühbirnen durch Energiesparlampen oder das Anbringen von Solaranlagen an öffentlichen Gebäuden. Ein regelmäßiges Monitoring sowie die Berechnung der städtischen Energiebilanz tragen zur bürgerfreundlichen Transparenz bei und machen den Erfolg messbar. Die Stadt Zagorje ist bei ihrem Vorhaben nicht allein, sondern Teil eines kommunalen Netzwerks (Konvent der Bürgermeister), das Aktionspläne für eine nachhaltige Energie entwirft und umsetzt. Zu den lokalen Ergebnissen dieser Maßnahmen zählen geringere Energiekosten, eine Verbesserung der Luftqualität und die Schaffung von Arbeitsplätzen im „grünen Sektor“.

Weitere Informationen zur Stadt Zagorje unter: http://www.se-f.si

Ansprechpartner:

Institution: Municipality of Zagorje ob Savi

Adresse: Cesta 9 August 5, 1410 Zagorje ob Savi

Telefonnr.: +3861 4364144

E-Mail: obcina.zagorje@zagorje.si


Gemeinde Ajdovščina – Anpassung an den Klimawandel

Durch die geographische Lage der Gemeinde Ajdovščina, in einem der wärmsten und trockensten Gebieten Sloweniens, sieht sich die Gemeinde durch die Folgen des Klimawandels immer öfter extremen Wetterbedingungen ausgesetzt. Die zunehmende Anzahl an Kriseninterventionen machte Maßnahmen zur Steigerung der Resilienz und Anpassungen an den Klimawandel eine Notwendigkeit zum Fortbestand der Kommune. Als Folge dieser umsichtigen gesellschaftlich-politischen Entscheidung gehört Ajdovščina heutzutage zu den führenden Gemeinden in Slowenien im Bereich der Anpassung an den Klimawandel. Zu den Kernmaßnahmen zählen unter anderem die Umstellung auf trockenresistente Kulturpflanzen, die Analyse von erdrutschgefährdeten Gebieten und die Einrichtung eines Notfallplans für den Krisenfall. Im Rahmen des Projekts soll zudem ein Frühwarnsystem errichtet werden, das Waldbrände frühzeitig erkennen und überwachen kann.

Weitere Informationen zum Projekt Anpassung an den Klimawandel in Ajdovščina unter: www.ajdovscina.si

Ansprechpartner:

Name: Gemeinde Ajdovščina

Adresse: Cesta 6a Mai 5, 5270 Ajdovščina

Telefonnr.: +386 5 365 91 10

E-Mail: obcina@ajdovscina.si


Sustainable Alpine Tourism: Tolmin – Alpine Town of the year 2016

Der Ort Tolmin gehört zum westlichen Teil Sloweniens und grenzt  an den Südrand der Julischen Alpen. Er liegt auf einem Plateau zwischen den Flüssen Soča und Tolminka und zählt gerade einmal 3.851 Einwohner. Die slowenische Hauptstadt Ljubljana ist 87 Straßenkilometer entfernt.

Die Vertreter der Gemeinde Tolmin setzen sich dafür ein, einen nachhaltigen verantwortungsbewussten Tourismus mit möglichst niedriger CO2-Bilanz zu fördern. Soča Valley wurde so bereits im Jahr 2008 Gewinner der „European Destinations of Excellence“ (EDEN). Der Ort Tolmin erhielt den Titel „Alpine Town of the year 2016“.

Das Erfolgsrezept setzt sich aus vier Komponenten zusammen:

  1. Valley of Action: Reiche Auswahl an Natur- und Landschaftsangeboten
  2. Valley of Discoveries: Pflege von Tradition und Geschichte
  3. Wiederentdeckung des regionalen Erbes:
  • Öko-Landwirtschaft und Förderung lokaler Produkte
  • Wiederansiedlung der heimischen Forelle
  • Julian Alps Biosphere Reservat UNESCO MaB (Man and Biosphere Programme)
  • Triglav National Park
  1. Gezielte Angebote für junge Leute: Food & Art Festivals

Weitere Informationen finden Sie unter: http://www.obcina.tolmin.si

Kontakt

Kontaktperson: Uroš Brežan (Bürgermeister)

Adresse: Ulica padlih borcev 2, 5220 Tolmin, Slowenien

Telefon: +386 5 381 95 00

E-Mail: uros.brezan@tolmin.si


Sustainable Alpine Tourism: Idrija – Alpenstadt 2011

Die Stadt Idrija im Westen Sloweniens liegt am gleichnamigen Fluss und am Übergang der subalpinen Zone zur Karstregion. Es ist eine Stadt mit besonderer Vergangenheit. Aufgrund des reichen Quecksilbervorkommens war die Stadt 500 Jahre lang bekannt für die zweitgrößte Quecksilbermine der Welt. Experten und Expertinnen aus den Bereichen der Naturwissenschaft, Medizin und Technik wurden dadurch angelockt. Der Bergbau musste schließlich im Jahr 1988 aufgegeben werden. Dennoch entwickelte sich Idrija zu einem Zentrum der High-Tech-Industrie. Da die Menschen in Idrija 500 Jahre lang mit dem Quecksilber gelebt und unter den negativen Auswirkungen seines Abbaus gelitten haben, verfügen Ärzte, Ingenieure, Techniker und Wissenschaftler über einen großen Erfahrungsschatz im Umgang mit diesem giftigen Stoff. Dies soll zukünftig die Grundlage für die Entwicklung eines Forschungszentrums sein. Zudem werden Touristen von der intakten Natur sowie durch eine große Auswahl an Sportmöglichkeiten sowie Angeboten zur Erholung und zur Entspannung angezogen. Die Jury verlieh der Stadt ihren Titel aus verschieden Gründen:

  • Idrija bezieht ihre Bevölkerung in die "Öffentlichkeitsarbeit für die Alpen" direkt mit ein.
  • Die Stadt fungiert als Bindeglied zwischen dem Nationalpark "Triglav" und dem Naturschutzgebiet "Smrekova draga".
  • Arbeitslosigkeit ist nahezu nicht vorhanden.
  • Mit der Errichtung eines "Geo-Parks" werden Geschichte und Tradition logisch fortgesetzt.
  • Das  Radwegenetz wird weiter ausgebaut.
  • Die Errichtung dezentraler Kläranlagen wird vorangetrieben.

Finden Sie ausführlichere Informationen unter: http://www.idrija.si.

Kontakt:

Name: Bojan Sever (Bürgermeister)

Adresse: Mestni trg 1, 5280 Idrija, Slowenien

Telefon: +386 5 37 34 506

E-Mail: bojan.sever@idrija.si


Nachhaltiger Alpentourismus: Lecco – Alpenstadt des Jahres 2013

Die Stadt Lecco hat sich im Jahr 2013 den Titel „Alpenstadt des Jahres“ durch ihren thematischen Fokus auf die Ressource Wasser verdient. Ihr Ziel konnte die Stadt durch verschiedene Initiativen erreichen:

  • die Reinhaltung des Lago di Lecco,
  • eine Reduktion des Wasserverbrauchs,
  • und die Wertschätzung des Trinkwassers aus dem öffentlichen Wasserleitungssystem.

Nun will sich die Stadt auch den Herausforderungen der nachhaltigen Mobilität und dem Thema Recycling widmen. Dazu gehören:

  • Initiativen zur Bewusstseinsbildung im örtlichen Mobilitätsverhalten –  insbesondere bei den Jugendlichen (z. B. Initiative Piedibus)
  • Abfalltrennung und -recycling – insbesondere von Glas
  • Touristische Positionierung von Lecco als Gebirgsstadt mit dem Anspruch nachhaltiger Entwicklungsstrategien
  • Fortsetzung der Tradition der alpinistischen Schule und ihrer Kultur

Die Aktivitäten sollen Alpenbewusstsein schaffen, die ansässige Bevölkerung miteinbeziehen, die Beziehung zwischen Stadt und Umland stärken sowie das Netzwerk der Alpenstädte und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit fördern. Für weitere Informationen nutzen Sie die Webseite: http://www.comune.lecco.it

Kontakt:

Name: Virginio Brivio

Adresse: Piazza Diaz, 1, 23900 Lecco (LC), Italien

Telefon: +39 0341 481111

E-Mail: segreteria.sindaco@comune.lecco.it


Chamonix Mont-Blanc – Alpenstadt 2015

Chamonix-Mont-Blanc wird jährlich von zweieinhalb Millionen Urlaubern besucht. Der Tourismus ist somit das ökonomisch wichtigste Standbein der französischen „Hauptstadt des Alpinismus“. Als erste Gemeinde in den französischen Alpen hat Chamonix einen „territorialen Klima-Energie-Plan“ erstellt, dessen Ziel die Verringerung des CO2-Ausstoßes und des Energieverbrauchs in der Region ist.

Das Thema Mobilität erhält hierbei einen zentralen Stellenwert. Seit 2005 sind die öffentlichen Verkehrsmittel im Stadtgebiet für Gäste und Einheimische kostenfrei nutzbar. Die sanierte Bahnlinie zwischen Chamonix und Fayet-Vallorcine wurde 2015 im Halbstundentakt in Betrieb genommen. Zudem hat Chamonix mehr als 90% seines Gemeindegebietes als geschützte Landschaften ausgewiesen.

Finden Sie weitere Informationen unter: http://www.alpenstaedte.org/de/alpenstaedte-1/223?set_language=de

Kontakt

Name: Eric Fournier

Adresse: 38 Place de l'Eglise, 74400 Chamonix-Mont-Blanc

Telefon: +33 4 50 53 75 15

E-Mail: maire@chamonix-mont-blanc.fr


Stadt am See: Annecy – Alpenstadt des Jahres 2012

Die Gemeinde Annecy in der Haute Savoie wird oft das „Venedig der Alpen“ genannt. Sie zeichnet sich durch ihren mittelalterlichen Stadtkern sowie durch ihre Lage an einem Alpensee, dem "Lac d'Annecy ", aus, dessen Kanäle sich durch die Stadt ziehen. Das Wasser ist somit ein wichtiges Element der Stadt. Sie ist ein ausgezeichneter Luftkurort und aufgrund ihrer Nähe zu vielen Skiorten auch ein beliebtes Reiseziel im Winter.

Den Titel „Alpenstadt des Jahres 2012“ hat sich Annecy durch ihr besonderes Engagement im Umgang mit der Ressource Wasser und durch aktiven Klimaschutz verdient. Dies sind nur einige Beispiele:

  • Initiierung einer Thermografieaktion mit Infrarot-Luftaufnahmen
  • Sanierung energieverschwendender Gebäude
  • Durchführung eines CO2-Audits
  • Ausbau des überregionalen öffentlichen Verkehrsnetzes

Weitere Informationen erhalten Sie unter: http://www.ville-annecy.fr

Kontakt

Name: Monsieur Jean-Luc Rigaut

Place de l'Hôtel de Ville, 74011 Annecy

Telefon: +33 4 50 33 88 88

E-Mail: jean-luc.rigaut@ville-annecy.fr