Pilotprojekte

Neue Lösungen etablieren sich schneller am Markt, wenn in der Praxis der Beweis erbracht wird, dass sie sich bewähren. Hier werden Initiativen vorgestellt, die neue Technologien erproben und die gesammelten Erfahrungen als Beispiele der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen.

World Sustainable Energy Days

Allianz in den Alpen

Initiative Energieeffizienznetzwerke

SustainHuts

Nearly Zero Energy Hotels (neZEH)

Good Place

PEACE-Alps

IMEAS (Integrated and Multi-level Energy Models for the Alpine Space)

dena-Modellvorhaben: Check-In-Energieeffizienz

recharge.green - Balancing Alpine Energy and Nature

MountEE: Energieeffiziente Gebäude in Bergregionen

Die Gemeinde Šentrupert

ALPA - Nachhaltiges Management alpiner Schutzgebiete


World Sustainable Energy Days

Die World Sustainable Energy Days sind eine der größten jährlichen Konferenzen in diesem Bereich in Europa und finden zum nächsten Mal vom 28. Februar - 2. März 2018 in Wels statt. Zentrales Thema der World Sustainable Energy Days wird die Ausgestaltung der Energiewende als Wettbewerbsvorteil sein. Mit Energieeffizienz und erneuerbarer Energie kann die Wettbewerbsfähigkeit der EU, ihrer Mitgliedsstaaten und vieler Unternehmen wesentlich gesteigert werden. Daraus resultieren Wirtschaftswachstum, Arbeitsplätze und die Möglichkeit, weiter in die Energiewende zu investieren. Die Tagung präsentiert Strategien, technologische Innovationen und die Märkte für erneuerbare Energie und Energieeffizienz. Sie bietet eine einzigartige Kombination von Fachkonferenzen und interaktiven Events. Die World Sustainable Energy Days, Wels erfolgen in Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission, Österreich, dem Energiesparverband Oberösterreich sowie zahlreicher anderer öffentlicher und privater Institutionen.

Weitere Informationen unter: http://www.wsed.at/en/world-sustainable-energy-days.html


Allianz in den Alpen

Allianz in den Alpen ist ein Netzwerk von Gemeinden, welches es sich zum Ziel gesetzt hat, die Alpen zu einem vorbildlichen Territorium im Bereich der Prävention und Anpassung an den Klimawandel zu entwickeln. Vier Projekte sollen über einen Zeitraum von i.d.R. drei bis vier Jahren die Natur/- und Artenvielfalt stärken, Willkommenskulturen im ländlichen Raum schaffen, die Stadt-Land-Beziehungen stärken sowie Flüchtlingsunterbringung im ländlichen Raum verbessern und der Abwanderung vom ländlichen in den städtischen Raum entgegenwirken. Unterstützt werden die Projekte von öffentlichen und privaten Institutionen wie CIPRA International, zehn Partnern aus den Alpenländern, Kommunen und Deutsche Alpengemeinden.


Initiative Energieeffizienznetzwerke

Gemeinsam mit Verbänden und Organisationen haben das Bundeswirtschaftsministerium und das Bundesumweltministerium eine Vereinbarung auf den Weg gebracht, welche Energieeffizienz-Netzwerke fördern soll. Durch die Bildung eines flächendeckenden Netzwerksystems bis 2020 soll die Energieeffizienz in den Netzwerkbetrieben gesteigert und das Klima geschützt werden. Ein Energieeffizienz Netzwerk setzt sich aus acht bis fünfzehn Unternehmen zusammen, welche sich mit der Unterstützung eines Energieberaters ein gemeinsames Einsparziel und Effizienzziel setzen. Zur Erreichung dieses Zieles werden verschiedene Maßnahmen entwickelt und umgesetzt. Durch die Energieeffizienz-Netzwerke sollen über einen Zeitraum von drei bis vier Jahren die Energieeffizienz verbessert, die Energieproduktivität gesteigert und der CO2-Ausstoß massiv verringert werden.

Weitere Informationen erhalten Sie unter: https://www.umweltpakt.bayern.de/energie_klima/aktuelles/2580/initiative-energieeffizienz-netzwerke


SustainHuts

„SustainHuts” ist ein auf 4 Jahre angelegtes Pilotprojekt unter Beteiligung der Länder Spanien, Italien, Slowenien und Rumänien, das im April 2016 startete. In Insgesamt neun Berghütten sollen Maßnahmen geschaffen werden, die zum Ziel haben, den CO2 Ausstoß in natürlichen Umgebungen deutlich zu reduzieren und eine Übertragung in andere abgelegene und natürliche Regionen zu ermöglichen. Durchgeführt wird das Projekt in neun Berghütten in den vier genannten Ländern. Die Berghütten sollen hinsichtlich des Energiemanagements modernisiert und optimiert werden. Durch die Implementierung von Technologien wie Photovoltaik, Mikro-Wasserkraft oder Windenergie sowie Wassertanks und verbesserte Isolationsvorrichtungen sollen die Produktion, das Speichern sowie der Verbrauch von Energie verbessert werden. Letztlich soll die Modernisierung des Energiemanagements zu 20 % weniger Energieverbrauch und einen um jährlich 21 Tonnen verringerten CO2-Ausstoß in den Hütten führen.


Nearly Zero Energy Hotels (neZEH)

In Europa werden rund 40 % der Energie durch Gebäude verbraucht sowie rund 36 % der Treibhausgase ausgestoßen. Mit der Inititative „Nearly Zero Energy Hotels“ soll diesem Trend entgegengewirkt werden. Die neZEH-Hotels zeichnen sich dadurch aus, dass sie fast ausschließlich auf erneuerbare Energien setzen und gleichzeitig den Energieverbrauch so gering wie möglich halten. 16 europäische Hotels wurden bereits als neZEH ausgezeichnet und demonstrieren der übrigen Branche in Europa die Vorteile, die es mit sich bringt, ein energieeffizientes Hotel zu sein. So kann nicht nur ein Beitrag zum Umweltschutz geleistet werden, sondern auch Kosten gesenkt werden. Zeitgleich werden ausführliche Informationsmaterialien zur Verfügung gestellt und zahlreiche Schulungen und Beratungen angeboten, welche Hotels bei der Umsetzung von energieeffizienten Maßnahmen unterstützen sollen.  


Good Place

GoodPlace ist eine Community, welche für nachhaltigen und grünen Tourismus eintritt. Dazu werden Projekte erarbeitet, die das Bewusstsein aller Beteiligten sensibilisieren und sie dazu ermutigt, nachhaltig und verantwortungsvoll gegenüber Umwelt, Kultur und Gesellschaft zu handeln. Unternehmer und Organisationen, die erfolgreich Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein in ihr Unternehmen integrieren, werden im Zuge dieser Projekte mit Preisen wie z. B. dem „Sejalec“ für besonders innovative Tourismusangebote ausgezeichnet. Die Auszeichnungen sind in Zusammenarbeit mit staatlichen Einrichtungen entstanden. Die Vergabe erfolgt durch den slowenischen Tourismusverband, die dauerhafte Einhaltung der Vergabekriterien wird unter anderem durch GoodPlace überwacht.

Darüber hinaus werden in Kooperation mit dem „Neuen Tourismus Institut“ Arbeitsgruppen sowohl für Privatpersonen als auch für Unternehmer und Organisationen angeboten im Zuge derer innovative und nachhaltige Strategien für einen grünen und umweltfreundlichen Tourismus entwickelt werden sowie über aktuelle Trends informiert wird. Gleichzeitig soll die Möglichkeit eines regionalen, nationalen und internationalen Austauschs geschaffen werden.


PEACE-Alps

PEACE-Alps greift die Probleme auf, die mit der Umsetzung von nachhaltigen Energieprojekten auf kommunaler Ebene einhergehen. Das Projekt unterstützt etwa 100 Pilotgemeinden im gesamten Alpenraum bei der Entwicklung konkreter Aktionen mit einem interkommunalen Ansatz. Durch die Bündelung von Aktivitäten können Energie- und Klimakonzepte wirtschaftlich effektiver und umweltfreundlicher auf kommunaler Ebene umgesetzt werden. Die Projektergebnisse und gewonnenen Erfahrungen werden im Alpenraum öffentlichkeitswirksam in weitere Regionen verbreitet und erprobt. Gleichzeitig werden aufgrund der Ergebnisse und Erfahrungen Empfehlungen auf europäischer Ebene ausgearbeitet.


IMEAS (Integrated and Multi-level Energy Models for the Alpine Space)

IMEAS ist ein ganzheitliches, bereichsübergreifendes Energiemodell für den Alpenraum. Das Ziel von IMEAS ist es, einen neuen integrierten Ansatz und gemeinsame Instrumente zur Verbesserung der Fähigkeit der öffentlichen Verwaltungen, Agenturen und anderen Institutionen zu schaffen, integrierte und nachhaltige Energiepolitik zu planen und die geeigneten Maßnahmen und Instrumente für deren Umsetzung auszuarbeiten. Das Endziel ist das Co-Design eines effizienten CO2-armen Modells für die Alpenregion. IMEAS wird verschiedene Regierungen und Wirtschaftssektoren einbinden, die über das Jahr 2020 hinaus bei der Umsetzung der Ziele von IMEAS unterstützen.

Weitere Informationen erhalten Sie unter: https://www.energieinstitut.at/unternehmen/programme/imeas-alpine-space/


dena-Modellvorhaben: Check-In-Energieeffizienz

In dem Modellvorhaben „Energieeffiziente Hotels und Herbergen“ werden insgesamt 30 Hotels und Herbergen während ihrer Energieoptimierung mithilfe von Energieberatern begleitet. Daraus werden für die einzelnen teilnehmenden Betriebe individuelle Sanierungsfahrpläne unter Berücksichtigung der Wirtschaftlichkeit der Einzelmaßnahmen entwickelt.

Ziel der einzelnen Maßnahmenbündel ist eine Reduktion des Energieverbrauchs der Gesamtgebäude um 30-50%. Im Vordergrund steht ebenfalls das Monitoring der Erreichung der Ziele nach Abschluss der Maßnahmen.

Im Laufe des Projekts zeigte sich bisher, dass die Schaffung eines Mentalitätswandels im Gastgewerbe eine der größten Herausforderungen auf dem Weg zu energieeffizienteren Gebäuden darstellt. Die meisten Hoteliers und Gastronomen verfolgen derzeit vordergründig ökonomische Ziele wie die Kostensenkung durch energieeffizienteres Equipment. Der Fokus sollte jedoch auf dem Ziel liegen, Umwelt und Klima zu schützen.

Weitere Informationen zum dena-Modellvorhaben hier.

Ansprechpartnerin:

Name: Martina Schmitt                  

Institution: Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)

Adresse: Chausseestraße 128a, 10115 Berlin, Deutschland

Telefonnr.: +49 30 726165-743

E-Mail: info@check-in-energieeffizienz.de


 

recharge.green – Balancing Alpine Energy and Nature

Das Projekt recharge.green entstand im Rahmen des Alpenraumprogramms und vereinte 15 Partner aus sechs Alpenländern. Während der Projektlaufzeit von Oktober 2012 bis Juni 2015 wurden Strategien und Werkzeuge für die Entscheidungsfindung zur Nutzung erneuerbarer Energien in der Alpenregion entwickelt. Die Expertinnen und Experten befassten sich dabei unter anderem damit, welche Auswirkungen die Nutzung erneuerbarer Energien auf die Lebensräume von Flora und Fauna haben, wie sich dadurch die Qualität der Böden verändern könnte und welches Ausmaß der Nutzung erneuerbarer Energien für die Alpenregion unter diesen Aspekten vertretbar ist.

Die Untersuchung der ökologischen Potenziale und Risiken, die aus der Nutzung von Energien aus Wind, Wasser, Wald-Biomasse und Solarkraft im Alpenraum entstehen können, führte zu der Entwicklung eines Entscheidungshilfesystems für Politik und Energieerzeuger. Die als Ergebnisse definierten Modelle und Instrumente aus dem Projekt wurden in Pilotregionen getestet und deren Übertragbarkeit auf weitere Alpenregionen untersucht.

Die Ergebnisse können auf der Projekt-Website eingesehen hier.

Ansprechpartner:

Name: Chris Walzer, Leadpartner recharge.green

Institution: Veterinärmedizinische Universität Wien, Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie (Leadpartner)

Adresse: Savoyenstraße 1, 1160 Wien, Österreich         

Telefonnr.: +43 1 489091 5180   

E-Mail: chris.walzer@fiwi.at


 

MountEE: Energieeffiziente Gebäude in Bergregionen

Ab Dezember 2018 müssen gemäß einer EU-Richtlinie zur Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden alle neuen und sanierten öffentlichen Gebäude dem NZEB-Standard (Nearly Net Zero Energy Building) für Niedrigenergiehäuser entsprechen. Extreme Klimabedingungen und schlechte Verkehrsanbindungen erschweren den Wandel zu energieeffizienten Gebäuden in Bergregionen immens und stellen für viele Gemeinden eine große Herausforderung dar. Um den Gemeinden in europäischen Bergregionen Ansätze zur Überbrückung dieser Hürden anzubieten und ihnen den Zugang zu energieeffizienten Gebäuden zu erleichtern, wurde das Projekt MountEE in den Jahren 2012 bis 2015 durchgeführt.

In MountEE arbeiteten sechs Partnerregionen vom Polarkreis über die Alpen bis hin zu den Pyrenäen zusammen, um über Strategien und Bauweisen aufzuklären, die Energieeffizientes Bauen angesichts der speziellen Anforderungen der Bergregionen ermöglicht. Während des Projekts wurden insgesamt 36 öffentliche Gebäude gebaut oder saniert. Damit konnten Anreize und Standards für Berggemeinden aufgezeigt und Best-Practice-Bespiele hervorgehoben werden. Durch eine Kommunikation der positiven Beispiele können andere Betriebe zur Nachahmung angeregt werden.

Weitere Informationen zu MountEE hier.

Ansprechpartner:

Name: Jakob Dietachmair

Institution: CIPRA International (Lead Partner)

Adresse: Im Bretscha 22, 9494 Schaan, Liechtenstein

Telefonnr.: +423 237 53 05

E-Mail: info@mountee.eu


 

Die Gemeinde Šentrupert

Die Gemeinde Šentrupert ist den Schritt hin zu einer „grünen“ und nachhaltigen urbanen Entwicklung bewusst gegangen. Das erste Projekt der Gemeinde, das den Anstoß zu dieser Entwicklung gab, beinhaltete die Gebäudesanierung von Grundschulen, wodurch deren Energieverbrauch erheblich reduziert werden konnte. Des Weiteren wurden niederenergetische Kindergärten aus Holz mit Ladestationen für Elektroautos errichtet. Im Bereich der Energieversorgung läuft die Errichtung eines Holzbiomassekraftwerks und im Zuge der Förderung lokaler und regionaler Produkte wurde ein Gewächshauskomplex für den eigenen Gemüseanabau im örtlichen Gefängnis errichtet. Neben weiteren zahlreichen positiven Effekten zählt die Reduzierung der Treibhausgasemissionen um rund 2.700 Tonnen. Für ihr Engagement und ihre überzeugenden Projekte im Bereich nachhaltiger Entwicklung wurde die Gemeinde Šentrupert bereits mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet; darunter den Preis für die innovativste Gemeinde im Jahr 2011 und den Preis für die energieeffizienteste Gemeinde Sloweniens im Jahre 2012.

Weitere Informationen zu den Aktivitäten der Gemeinde Šentrupert unter: www.sentrupert.si

Kontakt:

Name: Rupert Gole, Bürgermeister

Institution: Gemeinde Šentrupert

Adresse: Šentrupert 33, 8232, Šentrupert

Telefonnr.: +3868 34 34 600

E-Mail: rupert@gole.info


ALPA - Nachhaltiges Management alpiner Schutzgebiete

Das Projekt ALPA setzt sich für ein umweltfreundliches Management und einen nachhaltigen Tourismus in der Gebirgsregion der slowenischen Alpen ein. Dabei findet eine Kooperation mit österreichischen Partnern statt, mit welchen neun Pilotprojekte in verschiedenen alpinen Schutzgebieten betreut werden. Zu ALPAs Aktivitäten zählen die Revitalisierung von Almen und Bergweiden, der Bau von Infrastruktur für die Abwasserbehandlung, die Trinkwasserversorgung in diesen entlegenen Gebieten und eine Optimierung der Energieeffizienz. Darüber hinaus wird ein umweltfreundliches Programm für Touristen angeboten. Das Herzstück des Projekts beinhaltet die Erarbeitung von Managementplänen, die zu einem umweltverträglichen wirtschaftlichen Wachstum der Gebirgsregion beitragen sollen. Im Rahmen dessen soll die Entwicklung eines Zertifizierungssystems Anreize für die Umsetzung einer nachhaltigen Bewirtschaftung der sensiblen Ökosysteme der Alpen schaffen. 

Weitere Informationen zum Projekt ALPA unter: www.projektalpa.si/

Kontakt:

Name: Dr. Miriam Dular 

Institution: ALPA

Adresse: Tobačna ulica 5, 1000 Ljubljana

Telefonnr.: +3861 230 95 44

E-Mail: mirjam.dular@zrsvn.si