Regionaler Handel und nachhaltige Mobilität - Deutsche Alpen

Oberstaufen PLUS

Audioguide zum Klimawandel in den Alpen in der Gemeinde Grainau

AlpInfoNet – Informationsnetzwerk zur nachhaltigen Mobilität im Alpenraum

e-GAP – Modellkommune Elektromobilität Garmisch-Partenkirchen

eE-Tour Allgäu – Elektromobilität im Tourismus


 

Oberstaufen PLUS

Der Allgäuer Wellness-Ort Oberstaufen wurde 2009 für die Initiative „Oberstaufen PLUS“ mit dem Deutschen Tourismuspreis für herausragende Innovationen ausgezeichnet. Im Rahmen dieses Initiative entstand eine Mehrwert-Gästekarte, mit der die Gäste von teilnehmenden Hotels von Ausgaben befreit bleiben, die traditionell in vergleichbaren Ferienorten anfallen. Der Gast erhält gratis zum Hotelaufenthalt in einem der mehr als 300 teilnehmenden Hotels eine Oberstaufen PLUS Karte, mit der er bspw. die Bergbahnen, Eintritte für Museen und Erlebnisangebote, die Sommerrodelbahn, ein Erlebnisbad und den Ortsbus und weitere Angebote von Leistungspartnern kostenfrei nutzen kann. Die Karte gilt im Sommer wie im Winter und wird an die jahreszeitlichen Angebote angepasst (Skipass, Golf ohne Greenfee, etc.).

Die Kosten für die Oberstaufen PLUS Karte werden von den teilnehmenden Gastgebern im Umlageverfahren getragen. Die Initiative Oberstaufen PLUS birgt Vorteile für alle Beteiligten: Marketing-Argumente für den Gastgeber, höherer Nutzerkomfort für die Gäste, kalkulierbare, feste Ausschüttungen für die Leistungspartner sowie die stärkere Nutzung der ÖPNV-Dienste und somit die Reduzierung der CO2-Emissionen durch den Verzicht auf das eigene Auto.

Weitere Informationen zur Oberstaufen PLUS unter: www.oberstaufen.de/

Kontakt:

Institution: Oberstaufen Tourismus Marketing GmbH

Adresse: Hugo-von-Königsegg-Str. 8, 87534 Oberstaufen, Deutschland

Telefonnr.: +49 8386 93000

E-Mail: info@oberstaufen.de


 

Audioguide zum Klimawandel in den Alpen in der Gemeinde Grainau

Am Fuße der Zugspitze befindet sich die Gemeinde Grainau, in der rund 3.550 Einwohner leben und im Vergleich dazu ca. 4.000 Gästebetten zur Verfügung stellen. Der staatlich anerkannte Luftkurort am höchsten Berg Deutschlands hat einen Erlebnisweg für Besucher und Einheimische eingerichtet, der Informationen zu den Themen Klimawandel und Wasser in der Region bereitstellt. Auf einem Rundweg mit neun Stationen können Interessierte die Folgen des Klimawandels in den Alpen hautnah miterleben und bekommen zusätzlich Audio- und Videoerklärungen über eine kostenlose Smartphone-App. Durch dieses Beispiel können Besucher und Einheimische auf anschauliche Art und Weise auf die Folgen des Klimawandels aufmerksam gemacht werden.

Weitere Informationen zum Klimawandel-Audioguide in Grainau unter: www.klimawandel-grainau.de/

Kontakt:

Institution: Gemeinde Grainau, Tourist-Information

Adresse: Parkweg 8, 82491 Grainau, Deutschland

Telefonnr.: +49 8821 981850

E-Mail: info@grainau.de


 

AlpInfoNet – Informationsnetzwerk zur nachhaltigen Mobilität im Alpenraum

Im Rahmen des Alpenraumprogramms wurde das Projekt AlpInfoNet 2007-2013 von der Europäischen Union gefördert. Der Mangel an einheitlichen Informationssystemen im Alpenraum, in denen sich sowohl Gäste als auch Anwohner über Mobilitätsmöglichkeiten in einer Region – auch grenzübergreifend – informieren können, war der Auslöser für die Entwicklung des Projekts. Die Schaffung eines Informationsnetzwerks zur nachhaltigen Mobilität im Alpenraum war das Ziel, um diesem Mangel zu begegnen. Die Förderung der Flexibilität der Reisenden führt dazu, dass weniger Abgasemissionen aus privatem Anreiseverkehr die Umwelt der Alpenregion belasten. Dafür wurde keine neue Informationsplattform entwickelt, sondern bereits vorhandene Mobilitätsinformationssysteme aus den Bereichen Tourismus und Verkehr verbessert und miteinander verbunden.

Projektpartner aus Österreich, Deutschland, Italien, Frankreich und Slowenien suchten gemeinsam mit Unterstützung der Alpenkonvention nach Lösungen für solch ein alpenweites Netzwerk mit grenzübergreifenden Informationen zu nachhaltigen Mobilitätsangeboten. Das online-basierte Informationstool wurde während der Projektlaufzeit in fünf alpinen Pilotregionen getestet, welche die zusätzliche Anforderung „Grenzregion“ erfüllen. Nach Abschluss des Projekts wurden zwei Handlungsempfehlungen herausgegeben, die die Ergebnisse aus den Pilotregionen aufgreifen und Wege aufzeigen, ein alpenweites Mobilitäts-Informationsnetzwerk erfolgreich umzusetzen. Einerseits wurde die Implementierung eines AlpInfoNet-Metadatenservers als Schnittstelle zwischen Tourismus und Verkehr vorgeschlagen, der bestehende Mobilitäts- und Tourismusinformationssysteme miteinander verlinkt. Andererseits wurde, um die Implementierung und Weiterentwicklung eines AlpInfoNet-Metadatenservers sicherzustellen, vorgeschlagen, einen „AlpInfoNet-Verein“ zu gründen.

Weitere Informationen zu AlpInfoNet finden Sie unter: http://www.alpinfonet.eu/

Kontakt:

Name: Harry Seybert (AlpInfoNet Project Manager / Leadpartner)

Institution: Bayerisches Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr

Adresse: Lazarettstraße 67, 80636 München, Deutschland

Telefonnr.: +49 89 2192 3814

E-Mail: harry.seybert@stmi.bayern.de


 

e-GAP – Modellkommune Elektromobilität Garmisch-Partenkirchen

Das Projekt „e-GAP – Modellkommune Elektromobilität Garmisch-Partenkirchen“ ist im Zuge der bayerischen Elektromobilitätsstrategie entstanden. Im Jahr 2010 wurde die Gemeinde Garmisch-Partenkirchen als bayerische Modellkommune für Elektromobilität auserkoren. Das Forschungsvorhaben wird seitdem durch das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft gefördert und von weiteren Partnern aus Wirtschaft und Forschung getragen. Die für Touristen sehr attraktive Region in den Alpen soll als Vorbild für die Etablierung von Elektromobilität auf kommunaler Ebene herhalten und andere Kommunen dazu motivieren, Elektromobilität zu fördern.

Zu Projektbeginn wurde für die ländlich-touristisch geprägte Region ein Netzwerk geschaffen, das Unternehmen, Forschungseinrichtungen und weiteren Entscheidungsträgern eine Plattform bietet, um sinnvolle, zur Region passende Forschungsvorhaben zu konzeptionieren. e-GAP ist ein eigenständiges Forschungsvorhaben, das insgesamt zehn Verbundvorhaben als Multi-Partner-Projekte koordiniert. Verschiedene (Elektro-)Mobilitätsangebote werden in der Modellregion nun auf Funktionalität, ihren Nutzen und ihre Integration in einen ländlich-touristisch geprägten Raum geprüft und ausgewertet. Die Schwerpunkte der Forschungsvorhaben liegen in den folgenden Bereichen:

  • Verbreitung von Elektromobilitätsangeboten, um ein größeres Publikum zu erreichen (z. B. Kurzzeitvermietung, Verleih von Elektrofahrzeugen an Touristen).
  • Die Entwicklung von Smart Grids (intelligente Stromnetze), um die Mehrbelastung des Stromnetzes durch die Verbreitung der Elektromobilität aufzufangen .
  • Die Nutzung von regenerativen Energien für die Ladung der Elektrofahrzeuge  (z. B. die Einbindung von bereits vorhandenen Photovoltaikanlagen zur Speisung von Ladestationen).
  • Entwicklung einer barrierefreien und innovativen Ladeinfrastruktur .
  • Nutzerorientierte Weiterentwicklung umweltfreundlicher Mobilitätsdienstleistungen (z. B. Bahn, Carsharing) und deren Vernetzung, um Alternativen zum privaten PKW anbieten zu können.
  • Die Entwicklung eines ganzheitlichen und nachhaltigen Mobilitätsangebots für die Modellregion.

Weitere Informationen zu e-GAP finden Sie unter: http://www.e-gap.de/

Kontakt:

Name: Dr. Christoph Ebert (Geschäftsführer)

Institution: Kompetenzzentrum Sport Gesundheit Technologie GmbH (Konsortialführer)

Adresse: Hindenburgstraße 14, 82467 Garmisch-Partenkirchen, Deutschland

Telefonnr.: +49 8821 943 03 15

E-Mail: c.ebert@sport-gesundheit-technologie.de


 

eE-Tour Allgäu – Elektromobilität im Tourismus

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie förderte von 2009 bis 2011 das Projekt „eE-Tour Allgäu“. In diesem Pilotprojekt erforschten insgesamt zehn Partner aus Wirtschaft und Forschung die Chancen der Elektromobilität für eine Tourismusregion. Eine Flotte aus über 50 elektrischen Fahrzeugen (Elektroautos und E-Bikes) wurde Touristen und Einheimischen in Form von Mietfahrzeugen zur Verfügung gestellt. Die Fahrzeuge konnten über teilnehmende Hotels, die Kurverwaltung oder Carsharing-Unternehmen ausgeliehen werden. Im Rahmen des Projekts wurde ein Web-Portal entwickelt, auf dem die Verfügbarkeit und der Ladezustand der Flotte eingesehen und ein geeigneter Wagen ausgewählt werden konnte. Auch die Ladeinfrastruktur der Region wurde ausgebaut, um gerade an Sehenswürdigkeiten und touristischen Zielen ein lückenloses Netz aus Ladestellen bereitzustellen. Für die Flottenfahrzeuge wurde ein Computersystem entwickelt, das die für das Auto effizienteste Strecke heraussuchte und die Reichweite zur nächsten Ladestation anzeigte. Der Strom für die Ladestationen wird aus erneuerbaren Energien produziert und gestaltete das Projekt dadurch noch nachhaltiger.

Die Forschungsergebnisse aus dem Pilotprojekt „eE-Tour Allgäu“ werden seit 2012 in dem Forschungsprojekt „econnect Germany“ weiterentwickelt. In diesem Forschungsverbund, der ebenfalls vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gefördert wird, haben sich sieben Stadtwerke aus ganz Deutschland zusammengefunden, um die Chancen der Elektromobilität für sich zu nutzen.

Weitere Informationen zum Pilotprojekt „eE-Tour Allgäu“ finden Sie unter: http://www.ee-tour.de/

Kontakt

Institution: econnect eE-Tour Allgäu

Adresse: Illerstraße 18, 87435 Kempten, Deutschland

Telefonnr.: +49 831 2521 0

E-Mail: info@econnect-allgaeu.de