Regionaler Handel und nachhaltige Mobilität - Alpenraum

Sie finden die einzelnen Förderprogramme/Initiativen/Finanzierungshilfen gesammelt unter der Rubrik „alle“ oder je nach Herkunft unter den Rubriken der einzelnen Herkunftsländer (AT, CH, DE, FR, IT, SL).

Čadrg Eco Village: Nachhaltige Landwirtschaft (SL)

Green Mobility Südtirol (IT)

Alpine Pearls - Sanfte Mobilität im Tourismus (AT)

PUMAS: Nachhaltige Mobilität (EU)

Fahrtziel Natur: Die Natur umweltverträglich entdecken (CH)

Pur Südtirol – Regionaler Handel (IT)

Piano Regionale Del Turismo 2014-2018, Friuli Venezia Giulia – Strategieplan für den Tourismus der Region Friaul-Julisch Venetien (IT)

EnergyViLLab – MOBITO – Living Lab in Tolmin (SL)

MOSAIC - Vereinigung für soziale Integration (SL)

Oberstaufen PLUS (DE)

Audioguide zum Klimawandel in den Alpen in der Gemeinde Grainau (DE)

Mo2 Montagne & Mobilité (FR)

AlpInfoNet – Informationsnetzwerk zur nachhaltigen Mobilität im Alpenraum (DE)

e-GAP – Modellkommune Elektromobilität Garmisch-Partenkirchen (DE)

eE-Tour Allgäu – Elektromobilität im Tourismus (DE)


 

Čadrg Eco Village: Nachhaltige Landwirtschaft

Čadrg ist ein kleines slowenisches Alpendorf in der Bergregion der Gemeinde Tolmin und liegt an den Ausläufern des Triglav Nationalparks fast 700 Meter über dem Meeresspiegel. Das Dorf zählt knapp 30 Einwohner, die ihren Lebensunterhalt hauptsächlich mit der Bewirtschaftung der fünf ansässigen landwirtschaftlichen Betriebe bestreiten. Seit 1999 haben sich vier der fünf Betriebe den Anforderungen einer nachhaltigen Landwirtschaft verpflichtet und somit den Grundstein für die Anerkennung als „nachhaltiges Dorf“ (Čadrg Eco Village) gelegt.

Der Wandel von konventionellen zu ökologischen landwirtschaftlichen Betrieben bereitete den Landwirten keine großen Umstände, da die Viehaufzucht und Käseproduktion in dem Dorf auf alten Traditionen beruht und durch einen verantwortungsbewussten Umgang mit der Natur geprägt ist. Größere Herausforderungen zur Erfüllung der Anforderungen an eine nachhaltige Landwirtschaft stellten die Umbaumaßnahmen der Ställe gemäß den jeweiligen Standards dar.

Durch die Umstellung der Betriebe auf eine ökologische Landwirtschaft konnte der Landflucht der jüngeren Bevölkerung Einhalt geboten werden und die Sichtbarkeit der Region gestärkt werden. Gleichzeitig wurde auf diese Weise mit der für die Region bekannten Käsespezialität ein nachhaltiges, transparentes Produkt geschaffen, das ein Aushängeschild für die Region ist.

Weitere Informationen zum Projekt Čadrg Eco Village hier.

Ansprechpartner:

Name: Miro Kristan

Institution: Posoški Razvojni Center (Soča Valley Development Centre)

Adresse: Trg svobode 2, 5222 Kobarid, Slowenien

Telefonnr.: +38653841500

E-Mail: info@prc.si


 

Green Mobility Südtirol

Südtirol soll zur Modellregion für nachhaltige alpine Mobilität werden, da der größte Reichtum der Gegend das Naturerlebnis, jedoch gleichzeitig das größte Problem der Verkehr ist. Zu viel PKW-Verkehr, der gerade in der Hochsaison immens ist, schadet dem Naturerlebnis. Das Projekt Green Mobility wurde aus diesem Grund in Südtirol ins Leben gerufen. Das Projekt hat die Verkehrsvermeidung, die Ausweitung des ÖPNV-Netzes, vereinfachte Ticketingsysteme und die Steigerung der Elektro- und Radmobilität zum Ziel.

Durch Direktanbindungen in Skigebiete z. B. durch den Ski-Pustertal-Express kann das Verkehrsaufkommen in den Skigebieten nachhaltig gesenkt werden. Des Weiteren soll durch den Erwerb von einheitlichen Tickets die Benutzung aller öffentlichen Verkehrsmittel in Südtirol gewährleistet werden. Diese beiden Ansätze stärken die Nutzerfreundlichkeit und den Komfort für die Touristen. Dieses Projekt zeigt eindrucksvoll auf, welch hohen Einfluss die Verkehrsplanung auf das Thema nachhaltige Mobilität hat. Wenn ein guter öffentlicher Nahverkehr vor Ort gegeben ist, lassen Touristen den privaten PKW eher daheim, da er vor Ort für die Mobilitätsbedürfnisse nicht benötigt wird.

Weitere Informationen zu Green Mobility Südtirol hier.

Ansprechpartner:

Name: Harald Reiterer

Institution: STA - Südtiroler Transportstrukturen AG

Adresse: Gerbergasse 60, 39100 Bozen, Italien

Telefonnr.: +39 0471 312 888

E-Mail: greenmobility@sta.bz.it


 

Alpine Pearls – Sanfte Mobilität im Tourismus

Die 25 Urlaubsorte des alpenweiten Kooperationsnetzwerks „Alpine Pearls“ haben den Anspruch, ihren Gästen einen umweltfreundlichen, bewussten und stressfreien Urlaub zu ermöglichen. Der Fokus des Netzwerks ist die sogenannte „sanfte Mobilität“, die umweltfreundliche Freizeitangebote, verkehrsberuhigte Ortszentren und Mobilitätsgarantien mit Transfer-Services in den Vordergrund stellt. Der Verzicht auf das eigene Auto zur Anreise und zur Fortbewegung innerhalb des Urlaubs soll durch die Schaffung verschiedener Initiativen in den Netzwerkorten gefördert werden. 

Beispielsweise werden den Gästen die Möglichkeit der autofreien An- und Abreise angeboten, die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel innerhalb der Orte erleichtert und klimaschonende Freizeitangebote vorgeschlagen.

Weitere Informationen zu den Alpine Pearls hier.

Ansprechpartnerin:

Name: Karmen Mentil

Institution: ÖAR (Österreichische Arbeitsgemeinschaft für Eigenständige Regionalentwicklung)

Adresse: Weng 42, 5453 Werfenweng, Österreich

Telefonnr.: +43 6466 20020

E-Mail: info@alpine-pearls.com


 

PUMAS: Nachhaltige Mobilität

Die Initiative PUMAS (Planning Sustainable Regional-Urban Mobilty in the Alpine Space) soll eine nachhaltige Mobilität auch in der erweiterten Alpenregion stärken. Das Projekt wurde zunächst durch das Alpenraumprogramm gefördert und umfasst Partner aus Italien, Frankreich, Deutschland, Österreich und Slowenien.

Im Zuge der Initiative wurden die Herausforderungen einer nachhaltigen Mobilität des Alpenraums wie saisonbedingter Verkehr, grenzüberschreitende Verkehrssysteme und die geographischen Eigenheiten der Region identifiziert und untersucht. Neben der Berücksichtigung von technischen und logistischen Anforderungen an die Mobilitätsentwicklung der Region, wurden auch die sozialen Strukturen und Bedürfnisse zur Lösungsfindung miteinbezogen. Die Entwicklung einer nachhaltigen regional-urbanen Mobilitätsplanung (SUMP) in den partizipierenden Städten der Alpenregion ist das Ziel von PUMAS.

Weitere Informationen zu PUMAS hier.

Ansprechpartner:

Name: Giuseppe Mella

Institution: City of Venice, European Policies

Adresse: San Polo 1098, 30125 Venedig, Italien

Telefonnr.: +39 041 274 7825

E-Mail: giuseppe.mella@comune.venezia.it


 

Fahrtziel Natur: Die Natur umweltverträglich entdecken

Das Netzwerk Schweizer Pärke, der Verkehrsclub der Schweiz, der Bündner Vogelschutz, die Rhätische Bahn und PostAuto Graubünden engagieren sich seit Frühjahr 2016 in der Kooperation Fahrtziel Natur für eine nachhaltige Mobilität und sanften Tourismus. Die Kooperation hat zum Ziel, den Besucherverkehr in den Bündner National-, Natur-, und Naturerlebnisparks vermehrt auf die öffentlichen Mobilitätsangebote zu verlagern. Dieses Ziel soll durch die Entwicklung von Reiseangeboten mit attraktiven Preisen für den ÖPNV erreicht werden. Gäste der Schweizerischen Tourismusregion sollen durch diese Initiative dazu angehalten werden, ihr Auto stehen zu lassen und ein bewusstes und nachhaltiges Reisen zu erleben. Flexible und auf den Ort zugeschnittene Mobilitätslösungen, wie der bereits etablierte graubündenPASS, das AlpenTaxi und der Bus alpin bieten die entsprechenden Anreize zur Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs.

Weitere Informationen zum Fahrtziel Natur unter: www.fahrtziel-natur.ch/de/


 

Pur Südtirol – Regionaler Handel

Die Webseite Pur Südtirol bietet ausschließlich Produkte von Südtiroler Bauern, Kellereien, freien Winzern und Destillerien an, die den qualitativ und nachhaltig hohen Ansprüchen der Initiatoren genügen. Die Produktionsstätten, der Anbau von Lebensmitteln und ihre Verarbeitung innerhalb der Betriebe, deren Produkte es auf der Webseite zu kaufen gibt, werden einer strengen Qualitätskontrolle unterzogen. Die Produkte werden im Online Shop und in ausgewählten Geschäften angeboten. Durch eine faire Preisgestaltung werden die Bauern und Betriebe entsprechend honoriert und die Produkte zu gerechten Preisen angeboten.

Weitere Informationen zu Pur Südtirol unter: www.pursuedtirol.com


 

Piano Regionale Del Turismo 2014-2018, Friuli Venezia Giulia – Strategieplan für den Tourismus der Region Friaul-Julisch Venetien

Der Strategieplan für den Tourismus (Piano Regionale Del Turismo 2014-2018) der Autonomen Region Friaul-Julisch Venetien beinhaltet die strategische Planung für die gesamte Tourismusbranche dieser italienischen Alpenregion. Der Plan verbindet die Sektoren Tourismus, Landwirtschaft, Ernährung, Kultur, Verkehr und Industrie miteinander, um auf diese Weise ein nachhaltiges Touristenziel entstehen zu lassen, das einen Tourismus mit hoher Wertschöpfung ermöglicht.

Ziel des Plans ist es, zusammen mit den Mitgliedern der Tourismusbranche aus Friaul-Julisch Venetien einen attraktiven Urlaubsort zu entwickeln und die Region in ein integriertes touristisches System umzuwandeln. Das Tourismus-Modell basiert auf drei Schlüsselkonzepten: Wettbewerbsfähigkeit, Attraktivität und Nachhaltigkeit. Die Gestaltung einer dynamischen und funktionierenden Tourismuswirtschaft wird die einzelnen Tourismus-Betriebe der Region wiederbeleben und die Wirtschaftsstärke der Provinz stärken.

Die Betreiber der lokalen Tourismus-Branche werden durch Dienstleistungsangebote sowie durch das europäische Fondmanagement unterstützt. Weitere Informationen zum Tourismus-Plan 2014-2018 der Autonomen Region Friaul-Julisch Venetien erhalten Sie unter: http://www.regione.fvg.it/rafvg/cms/RAFVG/economia-imprese/turismo/FOGLIA111/

Ansprechpartner:

Name: Roberto Finardi

Institution: Regione Autonoma Friuli Venezia Giulia

Adresse: Piazza Unità d'Italia 1, 34121 Trieste, Italien

Telefonnr.: +39 040 3771111

E-Mail: pianoturismo@regione.fvg.it


 

EnergyViLLab – MOBITO – Living Lab in Tolmin

Das EnergyViLLab-Projekt ging aus einer Projektkooperation zwischen Italien und Slowenien hervor. Das Projekt hat dabei zum Ziel die länderüberschreitenden Gebiete in den Bereichen der erneuerbaren Energien, der Energieeinsparung und der nachhaltigen Mobilität zu fördern. Teil dieses Projekts ist die slowenische Grenzstadt Tolmin, die sich durch die hohe Verkehrsdichte, als auch einem Mangel an Parkplätzen für Anwohner und Pendler, infrastrukturellen Herausforderungen gegenüber sieht. Da das aktuelle Angebot an öffentlichen Verkehrsmitteln unzureichend ist, untersucht MOBITO Living Lab die Nutzung öffentlicher Nahverkehrsmittel, als auch die Wahl der Transportmittel im Berufsverkehr. Es geht dabei um die Identifikation energieeffizienter Alternativen zu den derzeitigen öffentlichen Verkehrsmitteln. Darüber hinaus soll der PKW-Verkehr innerhalb der Stadt deutlich verringert werden, indem beispielsweise Fahrräder als kostengünstige und umweltfreundliche Alternative angeboten werden. MOBITO living lab involviert dabei eine Vielzahl von Stakeholdern, von öffentlichen Einrichtungen und Unternehmen, bis hin zur Stadtbevölkerung von Tolmin, um eine langfristige Akzeptanz des Projekts zu erzielen.

Weitere Informationen zu EnergyViLLab und dem MOBITO – Living Lab in Tolmin unter: www.energyvillab.net/sample-page/tolmin-project/

Institution: EnergyViLLab Project

E-Mail: http://www.energyvillab.net/contact/


 

MOSAIC - Vereinigung für soziale Integration

Die Vereinigung MOSAIC verbindet Fragen der sozialen Verantwortung mit Aspekten des Klima- und Umweltschutzes und trägt damit zu einer nachhaltigen Gesellschaft bei. Im Jahre 2006 übernahm die Vereinigung MOSAIC der Gemeinde Šalovci einen heruntergekommenen Bauernhof, um ihn wieder aufzubauen. Dabei war es ihnen von Anfang an ein Anliegen, Menschen aus sozial benachteiligten Gruppen, wie beispielsweise Menschen mit Behinderungen, zu beschäftigen, um sie produktiv in die Gesellschaft einzubinden. Zurzeit sind 17 Mitarbeiter angestellt, die im Biolandanbau und der Lebensmittelverarbeitung geschult wurden. Zu den positiven Folgen des Projekts zählen die Reduktion von Treibhausgasemissionen durch den lokalen Anbau von Bio-Produkten, die regionale Lebensmittelversorgung, die Schaffung von Arbeitsplätzen sowie die soziale Teilhabe von gesellschaftlich benachteiligten Gruppen.

Weitere Informationen zu den Aktivitäten der Vereinigung für soziale Eingliederung MOSAIC unter: www.mozaik-drustvo.si/

Ansprechpartner:

Name: Alojz Kavaš

Institution: Vereinigung für soziale Eingliederung MOSAIC

Adresse: Łalovci 86, 9204 Šalovci

Telefonnr.: +3865 99 32 694

E-Mail: alojz.kavas@gmail.com, zavod.korenika@gmail.com


 

Oberstaufen PLUS

Der Allgäuer Wellness-Ort Oberstaufen wurde 2009 für die Initiative „Oberstaufen PLUS“ mit dem Deutschen Tourismuspreis für herausragende Innovationen ausgezeichnet. Im Rahmen dieses Initiative entstand eine Mehrwert-Gästekarte, mit der die Gäste von teilnehmenden Hotels von Ausgaben befreit bleiben, die traditionell in vergleichbaren Ferienorten anfallen. Der Gast erhält gratis zum Hotelaufenthalt in einem der mehr als 300 teilnehmenden Hotels eine Oberstaufen PLUS Karte, mit der er bspw. die Bergbahnen, Eintritte für Museen und Erlebnisangebote, die Sommerrodelbahn, ein Erlebnisbad und den Ortsbus und weitere Angebote von Leistungspartnern kostenfrei nutzen kann. Die Karte gilt im Sommer wie im Winter und wird an die jahreszeitlichen Angebote angepasst (Skipass, Golf ohne Greenfee, etc.).

Die Kosten für die Oberstaufen PLUS Karte werden von den teilnehmenden Gastgebern im Umlageverfahren getragen. Die Initiative Oberstaufen PLUS birgt Vorteile für alle Beteiligten: Marketing-Argumente für den Gastgeber, höherer Nutzerkomfort für die Gäste, kalkulierbare, feste Ausschüttungen für die Leistungspartner sowie die stärkere Nutzung der ÖPNV-Dienste und somit die Reduzierung der CO2-Emissionen durch den Verzicht auf das eigene Auto.

Weitere Informationen zur Oberstaufen PLUS unter: www.oberstaufen.de/

Kontakt:

Institution: Oberstaufen Tourismus Marketing GmbH

Adresse: Hugo-von-Königsegg-Str. 8, 87534 Oberstaufen, Deutschland

Telefonnr.: +49 8386 93000

E-Mail: info@oberstaufen.de


 

Audioguide zum Klimawandel in den Alpen in der Gemeinde Grainau

Am Fuße der Zugspitze befindet sich die Gemeinde Grainau, in der rund 3.550 Einwohner leben und im Vergleich dazu ca. 4.000 Gästebetten zur Verfügung stellen. Der staatlich anerkannte Luftkurort am höchsten Berg Deutschlands hat einen Erlebnisweg für Besucher und Einheimische eingerichtet, der Informationen zu den Themen Klimawandel und Wasser in der Region bereitstellt. Auf einem Rundweg mit neun Stationen können Interessierte die Folgen des Klimawandels in den Alpen hautnah miterleben und bekommen zusätzlich Audio- und Videoerklärungen über eine kostenlose Smartphone-App. Durch dieses Beispiel können Besucher und Einheimische auf anschauliche Art und Weise auf die Folgen des Klimawandels aufmerksam gemacht werden.

Weitere Informationen zum Klimawandel-Audioguide in Grainau unter: www.klimawandel-grainau.de/

Kontakt:

Institution: Gemeinde Grainau, Tourist-Information

Adresse: Parkweg 8, 82491 Grainau, Deutschland

Telefonnr.: +49 8821 981850

E-Mail: info@grainau.de


 

Mo2 Montagne & Mobilité

 

Mo2 – Montagne & Mobilité (Berge & Mobilität) ist ein Programm zur Förderung von Projekten und Unternehmen, die sich Herausforderungen im Bereich Mobilität und Verbesserung der Luftqualität in Berggebieten stellen. Ziel ist es mit frischen Ideen zu experimentieren und nachhaltige Lösungen zu finden – dabei sind alle Alpenbewohner gefragt und nicht nur französische. Im Jahr 2016 liegt der Fokus auf der französischen Alpenregion Pays de Savoie. Die Region wird zudem für 18 Monate als Experimentierort für die Gewinnerprogramme genutzt. Die Finalisten wurden im Mai 2016 ausgewählt:

  1. Agence Eco Mobilité (Chambéry): Fahrrad-Taxis mit einer Reihe von innovativen Applikationen zur einfachen Handhabung in der Stadt Chambéry
  2. Atawey (Technolac): Multimodale Ladestation für elektrische Nutzfahrzeuge und mit Wasserstoff betriebene Fahrräder
  3. Centrale Hippomobile (Pays de savoie): Plattform zur Fortbewegung durch ein Pferde-Shuttle
  4. Chamoove (Chamonix): Digitale App zur schnellen und einfachen Ermittlung öffentlicher Transportmöglichkeiten
  5. Ecov (Paris): Digitale App zur Identifikation von Mitfahrgelegenheiten

Weitere Informationen zu Mo2 unter: http://projetmo2.com/en/


 

AlpInfoNet – Informationsnetzwerk zur nachhaltigen Mobilität im Alpenraum

Im Rahmen des Alpenraumprogramms wurde das Projekt AlpInfoNet 2007-2013 von der Europäischen Union gefördert. Der Mangel an einheitlichen Informationssystemen im Alpenraum, in denen sich sowohl Gäste als auch Anwohner über Mobilitätsmöglichkeiten in einer Region – auch grenzübergreifend – informieren können, war der Auslöser für die Entwicklung des Projekts. Die Schaffung eines Informationsnetzwerks zur nachhaltigen Mobilität im Alpenraum war das Ziel, um diesem Mangel zu begegnen. Die Förderung der Flexibilität der Reisenden führt dazu, dass weniger Abgasemissionen aus privatem Anreiseverkehr die Umwelt der Alpenregion belasten. Dafür wurde keine neue Informationsplattform entwickelt, sondern bereits vorhandene Mobilitätsinformationssysteme aus den Bereichen Tourismus und Verkehr verbessert und miteinander verbunden.

Projektpartner aus Österreich, Deutschland, Italien, Frankreich und Slowenien suchten gemeinsam mit Unterstützung der Alpenkonvention nach Lösungen für solch ein alpenweites Netzwerk mit grenzübergreifenden Informationen zu nachhaltigen Mobilitätsangeboten. Das online-basierte Informationstool wurde während der Projektlaufzeit in fünf alpinen Pilotregionen getestet, welche die zusätzliche Anforderung „Grenzregion“ erfüllen. Nach Abschluss des Projekts wurden zwei Handlungsempfehlungen herausgegeben, die die Ergebnisse aus den Pilotregionen aufgreifen und Wege aufzeigen, ein alpenweites Mobilitäts-Informationsnetzwerk erfolgreich umzusetzen. Einerseits wurde die Implementierung eines AlpInfoNet-Metadatenservers als Schnittstelle zwischen Tourismus und Verkehr vorgeschlagen, der bestehende Mobilitäts- und Tourismusinformationssysteme miteinander verlinkt. Andererseits wurde, um die Implementierung und Weiterentwicklung eines AlpInfoNet-Metadatenservers sicherzustellen, vorgeschlagen, einen „AlpInfoNet-Verein“ zu gründen.

Weitere Informationen zu AlpInfoNet finden Sie unter: http://www.alpinfonet.eu/

Kontakt:

Name: Harry Seybert (AlpInfoNet Project Manager / Leadpartner)

Institution: Bayerisches Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr

Adresse: Lazarettstraße 67, 80636 München, Deutschland

Telefonnr.: +49 89 2192 3814

E-Mail: harry.seybert@stmi.bayern.de


 

e-GAP – Modellkommune Elektromobilität Garmisch-Partenkirchen

Das Projekt „e-GAP – Modellkommune Elektromobilität Garmisch-Partenkirchen“ ist im Zuge der bayerischen Elektromobilitätsstrategie entstanden. Im Jahr 2010 wurde die Gemeinde Garmisch-Partenkirchen als bayerische Modellkommune für Elektromobilität auserkoren. Das Forschungsvorhaben wird seitdem durch das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft gefördert und von weiteren Partnern aus Wirtschaft und Forschung getragen. Die für Touristen sehr attraktive Region in den Alpen soll als Vorbild für die Etablierung von Elektromobilität auf kommunaler Ebene herhalten und andere Kommunen dazu motivieren, Elektromobilität zu fördern.

Zu Projektbeginn wurde für die ländlich-touristisch geprägte Region ein Netzwerk geschaffen, das Unternehmen, Forschungseinrichtungen und weiteren Entscheidungsträgern eine Plattform bietet, um sinnvolle, zur Region passende Forschungsvorhaben zu konzeptionieren. e-GAP ist ein eigenständiges Forschungsvorhaben, das insgesamt zehn Verbundvorhaben als Multi-Partner-Projekte koordiniert. Verschiedene (Elektro-)Mobilitätsangebote werden in der Modellregion nun auf Funktionalität, ihren Nutzen und ihre Integration in einen ländlich-touristisch geprägten Raum geprüft und ausgewertet. Die Schwerpunkte der Forschungsvorhaben liegen in den folgenden Bereichen:

  • Verbreitung von Elektromobilitätsangeboten, um ein größeres Publikum zu erreichen (z. B. Kurzzeitvermietung, Verleih von Elektrofahrzeugen an Touristen).
  • Die Entwicklung von Smart Grids (intelligente Stromnetze), um die Mehrbelastung des Stromnetzes durch die Verbreitung der Elektromobilität aufzufangen .
  • Die Nutzung von regenerativen Energien für die Ladung der Elektrofahrzeuge  (z. B. die Einbindung von bereits vorhandenen Photovoltaikanlagen zur Speisung von Ladestationen).
  • Entwicklung einer barrierefreien und innovativen Ladeinfrastruktur .
  • Nutzerorientierte Weiterentwicklung umweltfreundlicher Mobilitätsdienstleistungen (z. B. Bahn, Carsharing) und deren Vernetzung, um Alternativen zum privaten PKW anbieten zu können.
  • Die Entwicklung eines ganzheitlichen und nachhaltigen Mobilitätsangebots für die Modellregion.

Weitere Informationen zu e-GAP finden Sie unter: http://www.e-gap.de/

Kontakt:

Name: Dr. Christoph Ebert (Geschäftsführer)

Institution: Kompetenzzentrum Sport Gesundheit Technologie GmbH (Konsortialführer)

Adresse: Hindenburgstraße 14, 82467 Garmisch-Partenkirchen, Deutschland

Telefonnr.: +49 8821 943 03 15

E-Mail: c.ebert@sport-gesundheit-technologie.de


 

eE-Tour Allgäu – Elektromobilität im Tourismus

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie förderte von 2009 bis 2011 das Projekt „eE-Tour Allgäu“. In diesem Pilotprojekt erforschten insgesamt zehn Partner aus Wirtschaft und Forschung die Chancen der Elektromobilität für eine Tourismusregion. Eine Flotte aus über 50 elektrischen Fahrzeugen (Elektroautos und E-Bikes) wurde Touristen und Einheimischen in Form von Mietfahrzeugen zur Verfügung gestellt. Die Fahrzeuge konnten über teilnehmende Hotels, die Kurverwaltung oder Carsharing-Unternehmen ausgeliehen werden. Im Rahmen des Projekts wurde ein Web-Portal entwickelt, auf dem die Verfügbarkeit und der Ladezustand der Flotte eingesehen und ein geeigneter Wagen ausgewählt werden konnte. Auch die Ladeinfrastruktur der Region wurde ausgebaut, um gerade an Sehenswürdigkeiten und touristischen Zielen ein lückenloses Netz aus Ladestellen bereitzustellen. Für die Flottenfahrzeuge wurde ein Computersystem entwickelt, das die für das Auto effizienteste Strecke heraussuchte und die Reichweite zur nächsten Ladestation anzeigte. Der Strom für die Ladestationen wird aus erneuerbaren Energien produziert und gestaltete das Projekt dadurch noch nachhaltiger.

Die Forschungsergebnisse aus dem Pilotprojekt „eE-Tour Allgäu“ werden seit 2012 in dem Forschungsprojekt „econnect Germany“ weiterentwickelt. In diesem Forschungsverbund, der ebenfalls vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gefördert wird, haben sich sieben Stadtwerke aus ganz Deutschland zusammengefunden, um die Chancen der Elektromobilität für sich zu nutzen.

Weitere Informationen zum Pilotprojekt „eE-Tour Allgäu“ finden Sie unter: http://www.ee-tour.de/

Kontakt

Institution: econnect eE-Tour Allgäu

Adresse: Illerstraße 18, 87435 Kempten, Deutschland

Telefonnr.: +49 831 2521 0

E-Mail: info@econnect-allgaeu.de